längere und detaillierte Abhandlung über die BKs.

für Deutsch sprechende Ex-Bks aus Nederland, Osteuropa und Russisch-Staaten, ihre Freunde und Familie
  • Message
  • Author
Offline

jann

friends or family of a BK

  • Posts: 1227
  • Joined: 29 Jan 2007
  • Location: europe

längere und detaillierte Abhandlung über die BKs.

Post12 Mar 2013

Hier ist eine längere und detaillierte Abhandlung über die BKs.

Kann man sich bei Interesse ausdrucken.

Kenne mich ganz gut aus mit dieser Gruppe, auch mit vielen anderen Religionsgruppen, ist mein jahrzehntelanges Hobby. Meine Schwester ist in der staatlichen Jugendberatung tätig und trägt auch ab und zu etwas bei. Die Brahma Kumaris habe ich ein halbes Jahr lang studiert.

****Brahma Kumaris****

Kann man in etwa unter Allmachtsphantasien und Flucht vor sich selbst einordnen, mit den in der Esoterik-Szene recht häufigen Weltunter-gangserwartungen, bei denen man nur selbst übrig bleibt und über den untergegangenen Teil der Menschheit triumphiert.

Wirken nach aussen freundlich und friedlich. Eine tiefgehende, permanent verdrängte Wut auf die Welt wie sie ist scheint sich aber hinter den so freundlichen Gesichtern zu verbergen. Wenn man ihre Ansichten nicht teilt, werden sie einem oft nicht mehr so liebevoll sagen " Ihr werdet schon sehen." und sich dabei auf unseren unausweichlichen Untergang beziehen. Aber wo findet man auch das nicht in der einen oder anderen Form wieder. Gerade von manchen Kirchenfreunden wird man ja auch mit ewiger Verdammnis bedroht.

Es gibt ein Buch von ehemaligen Aussteigern, die von ihren negativen Erwartungen mit Brahma Kumaris berichten. Sehr empfehlenswert. Habe nur den Titel gerade nicht vorliegen. Da wird auf viele Tricks eingegangen, mit denen die BKs den Leuten weismachen, sie seien von den Vereinten Nationen als Universität anerkannt und vieles mehr. Man sollte sich von Anfang an klarmachen, dass man hier mit rationalen Argumenten oder Philosophie allein nicht weitkommt.

Meine Ratschläge:

1. Erstmal keine Panik. Das schlimmste, was man machen kann wenn ein Bekannter oder Verwandter zu einer ungewöhnlichen Religions- gemeinschaft geht ist, mit Unverständnis, Spott, Angst oder Ablehnung zu reagieren. Es ist natürlich anstrengender, aber wenn man dem Menschen wirklich helfen will, muss man Geduld haben und versuchen, zu verstehen, was dieser Mensch dort bekommt, was sein unbewusstes Bedürfnis ist, das hier befriedigt wird. Und man sollte, wenn möglich, erstmal auch die philosophischen Elemente kennenlernen, ohne sie gleich als Unsinn abzutun. Auch wenn es gerade bei BK sehr schwer fällt, den Mischmasch ernstzunehmen. Nur wenn man die Argumente gut kennt, kann man überzeugend auf Widersprüche hinweisen. Es wird in der Regel bei einem solchen Engagement immer ein real existierendes Bedürfnis befriedigt oder dieses in Aussicht gestellt.

Dass jemand sich einer solchen Gruppe zuwendet, ist fast immer auch ein Test bereits bestehender Beziehungen zu früheren Freunden. Erweisen sich bereits vorher bestehende Beziehungen als stärker und fundierter, bleibt das Engagement mit der Sekte fast immer ein Kurzes.

Eine wirklich gute Beziehung kann durch ein solches Engagement nicht zerstört werden. Leute, die behaupten, alles war in Ordnung bis die böse Sekte kam, machen sich meist selbst etwas vor. Es stellt sich in der Regel heraus, das auch die früheren Beziehungen nicht annähernd befriedigend waren.

Bedürfnisse sollte man immer ernstnehmen. Man sollte sich nicht aufdrängen. Man muss dem Bekannten auch nicht wider besseren Wissens zustimmen. Aber man sollte sich anbieten , immer für diesen Menschen als Kontakt dazusein, wenn er einen doch mal braucht. Das halte ich für das Wichtigste. Jemand, der eine ungewöhnliche Religion wählt, stirbt deshalb nicht für die Gesellschaft und sollte nicht abgelehnt oder abgehakt werden. Im Gegenteil, er braucht mehr Verständnis und er braucht mehr denn je das Gefühl, dass wir ihn annehmen wie er ist, auch wenn er sich für etwas entscheidet, das wir nicht so toll finden. Am besten genauso behandeln wie sonst und harmlose Dinge wie vegetarisches Essen auch mal anerkennen. Dann ist es bald vorbei.

Ich kann nur allen Ernstes sagen, dass die meisten Anhänger von "Sekten" sich insgeheim ganz normale Kontakte nach außen wünschen. Nur wollen sie nicht das Gefühl haben, es sei eine Niederlage für sie, wenn sie sich später wieder von der Gruppe trennen, wie es oft erscheint, wenn wir sie gleich attackieren. Wenn wir sie von Anfang an ernst nehmen und sie NICHT verurteilen, können sie sich ohne Gesichtsverlust jederzeit wieder von der Gruppe trennen. Vieles in diesen Angelegenheiten hat etwas mit dem Selbstwertgefühl zu tun. Es gibt kaum etwas iNtimeres als die religiösen Vorstelluneg eines Menschen. Und gerade hier ist er auch sehr vrerletzlich. Wenn wir ihnen mit Vorurteilen oder Stereotypen kommen, wird sie das nur noch mehr in die Gruppe treiben.

Man muss sich langfristig tatsächlich die Mühe machen, ihre Argumente und Anschauungen kennenzulernen. Sonst hat man kaum eine Chance.

Hier zeigt sich also auch, wieviel dieser Mensch uns wert ist.

Nach einer Untersuchung der Enquette-Kommission des deutschen Bundestages zu den ca. 600 religiösen Minderheiten in Deutschland im Jahr 1996 ( als Buch erschienen) ist das, was Menschen in diesen Gruppen finden, fast immer etwas, was ihnen emotional viel bedeutet und was sie so woanders nicht finden. Das sollte man ernstnehmen. Es geht also nach aussage der untersuchenden Psychologen nicht lediglich um Scheinbedürfnisse, wie sie z.B. von der Werbung erzeugt werden, sondern um ganz konkrete Bedürfnisse, die sehr tief liegen.

Der Begriff Sekte allein besagt nichts. "Sekte" ist ein unwissenschaftlicher Ausdruck, der von interessierten Gruppen, z. B. Teilen der Kirchen in Deutschland, polemisierend gegen andere gebraucht wird, nicht immer ganz selbstlos, um ganz normale Ängste vor dem Fremden noch weiter anzuheizen. Es sind nicht alle religiösen Minderheiten bedrohlich oder schlechter als unsere eigene Kultur. Auch kirchliche Fundamentalisten können sektenähnlich argumentieren und denken.

Die vergleichende Religionswissenschaft hält gar nichts von dem Begriff "Sekte". Damit kann man keinem helfen. Fast jede Religion ist in einem anderen Land eine religiöse Minderheit und damit eventuell "Sekte". Wer so gebrandmarkt wird, schließt nur die Tür zu. Deshalb spreche ich prinzipiell nur von Religionen oder Lebenseinstellungen. Jede ernsthafte religiöse Weltanschauung, die auf der freien Wahl des Individuums basiert, verdient erst einmal diesen Respekt. Es sei denn sie verscherzt sich den irgendwann tatsächlich, z. B durch Gewalttaten usw. Bei den BKs kann davon keine Rede sein.

Die Ernährungsgewohnheiten der Brahma Kumaris sind nicht so unnormal.

An ausgewogener vegetarischer Ernährung oder Knoblauchmangel, wie in dieser Gruppe üblich, ist noch keiner gestorben. Alkohol- und Nikotinverzuicht dürfte eher gesundheitsförderlich sein. Die eigentlichen Schwierigkeiten liegen hier ganz woandners. Und ob jemand zuhause den verbotenen Sex hat, können sie auch nicht kontrollieren. Klöster haben sie keine. Da wird oft mit mehr angegeben, als tatsächlich eingehalten wird.

2. Das Weltbild der Brahma Kumaris ist tatsächlich sehr ausgefallen. Eigentlich sehr ähnlich wie Jehovas Zeugen, in indisch-pakistanischer Version, nur etwas extremer. Tatsächlich träumen die Brahma Kumaris davon, dass die Welt bald untergeht und sich dann diese Welt in ein Paradies verwandelt, in der die Brahma Kumaris Königinnen sind. Es ist so schön, zu träumen...

Dahingehende Aussagen werden in den sogenanten "Murlis" ( =ind. Flötentöne) als immer neue Botschaften Gottes mehrmals wöchentlich bei Meditationssitzungen mit Musik untermalt auf suggestive Weise in deutsch usw. vorgetragen. Im fortgeschrittenen Stadium starrt man bei der Meditation zweimal täglich stundenlang (!) auf eine bemalte Lampe ( repräsentiert Shiv-Baba, das göttliche Licht). Dabei werden verbale Suggestionen immer wieder erneuert und verstärkt. Für manche junge Frau ist dieser Wunsch, die Königin auf einer himmlischen Erde zu werden, sicher eine verlockende Vorstellung. Als Lehrer sind nur Frauen, vor allem jüngere Damen, zugelassen. Die etwas weniger vertretenen Männer, die sich anschließen, verlieben sich, besonders wenn sie jünger und Single sind, wegen der persönlichen Nähe und gleichzeitigen Unnahbarkeit, die ganz bewusst ins Spiel gebracht werden, oft in ihre BK Lehrerin, so dass sie manchmal emotional von ihnen abhängig werden. Sie verlassen aber nach einiger Zeit meist wieder die Organisation, weil echte Mann-Frau Beziehungen abgelehnt werden. Einige wenige Männer, die eine idealisierte Beziehung suchen, vore allem anderen angst haben und innerlich unreif sind, bleiben aber viele Jahre lang dabei. Sie trotten dann in der Regel ständig ihren Lehrerinnen hinterher. So erzeugt man Abhängigkeiten und Macht über Menschen. Aber offensichtlich finden sich hier auch zwei einander entsprechende Bedürfnisse.

Manche, die ohnehin ihr Leben lang vor Beziehungen weglaufen, weil sie sich den Anforderungen einer Beziehhung nicht gewachsen fühlen, finden hier die perfekte Ausflucht. Ein ewig anzuhimmelndes, unerreichbares Ziel. So werden die Lehrerinnen, die ansonsten ganz normale Menschen sind, von ihren Anhängern vergöttlicht. Philosophisch sind die meisten Lehrerinnen jedoch gänzlich unbewandert. So beanspruchen sie oft, die heiligen Bücher der Hindus, Parsen oder Jains perfekt auslegen zu können, ohne sie jemals gelesen zu haben. Der allgemeine Bildungsstandard in der Gruppe ist miserabel. Die Gruppe ist in den vierziger Jahren entstanden und hat keinerlei direkten Bezug zu irgendeiner traditionellen Religion. Es sind einige Einflüsse von Neo-Hinduismus, Jainismus, Christentum, gängige Esoterik und Pseudo-Mystik von Nietzsche ( der Übermensch )wahrnehmbar. Der Anspruch Religion ist hier sicherlich etwas verfehlt.

Sie behaupten irrationalerweise, dass alle Weltreligionen ursprünglich in den vierziger Jahren von den Brahma Kumaris ausgingen und dass die Weltgeschichte wie wir sie kennen, ganz und gar nur in unserer Einbildung existiert. Also ganz schön abgefahren.

All das erfährt man nicht am Anfang, sondern nur nach und nach. Wenn man die zahlreichen inneren Widersprüche dieser Weltanschauung direkt zur Sprache bringt, werden diese anfangs geduldig geleugnet, später wird aber mit extremer Intoleranz reagiert. Wenn sich jemand nach einer gewissen Zeit nicht ganz und gar bekehrt und stattdessen ernsthaft Fragen stellt, deren Antworten die BK nicht kennen, wird demjenigen meist nahegelegt, fernzubleiben.

Die von ihnen beanspruchten 28 Tugenden wie Ehrlichkeit werden von ihnen nicht wirklich gelebt, da wirkliche Offenheit und Ehrlichkeit ihre Versuche der Manipulation des Individuums und der Heuchelei stören. Aber mancher braucht das anscheinend, um sich über die Realität hinwegzutrösten. Dazu kommt noch die Faszination des Exotischen. Sie versuchen sich oft, in weiße indische Saris zu kleiden, wie sie normalerweise von Hindu-Witwen in Indien getragen werden.

Die Lehrerinnen suchen hauptsächlich weibliche Anhänger, die auf lange Sicht absolut gefügig und emotional von ihnen abhängig sind und vollen Einsatz bei der Rekrutierung bringen. Dafür werden auch Anerkennungen verliehen. Und hier beginnt dann wieder Konkurrenz und Leistungsdruck. Denn die Zahl der führendend Königinnen im Paradies wird auf 108 begrenzt und richtet sich nach der Zahl der angeworbenen Anhänger. Ähnlich, wie auch bei den Mormonen und Jehovas Zeugen die Zahl der Himmelsplätze stark begrenzt ist.

Die Fluktuationsrate bei den BKs ist sehr groß, die Gruppe begann in Deutschland im Jahr 1976 und hat nach 28 Jahren nur ein paar hundert Anhängerinnen in Deutschland. So dass man davon ausgehen kann, dass ein lanfristiges Engagement sehr selten ist.

3. Was die meisten hier wohl anfangs gut finden, sind die Entspannungsübungen, die anfangs dem autogenen Training sehr ähneln. Und dass immer von Frieden geredet wird ( Frieden = shanti deshalb der Gruß Om Shanti ). Es werden bei den Meditationssitzungen psychologisch gesehen mehrheitlich Menschen angesprochen, die Defizite in ihren Beziehungen verspüren oder in früheren Elternbeziehungen. Hier erhoffen sie sich wohl unbewusst die Aufnahme in einer idealisierten Familie.

Und manches mag ihnen dabei für eine Zeitlang auch tatsächlich emotional etwas geben. Das in vielen Menschen vorhandene echte Bedürfnis nach einer Großfamilie oder Dorfgemeinschaft, wie es sie kaum noch in Westeuropa gibt, wird von stammesähnlichen Religionsgemeinschaften oft scheinbar, z.T. auch konkret, erfüllt.

Oft gehen sie doch, wenigstens oberflächlich gesehen, herzlicher und liebevoller miteinander um als manche Leute es in sehr depressiven oder zerrissenen Familien erfahren haben. Und oft bieten solche Gruppen einen zeitweiligen Rückzug für Menschen, die sich irgendwann überfordert fühlen und keine Fluchtmöglichkeit haben. Es wird von Psychologen bestätigt, das es sich dabei nicht nur um Scheinbeziehun- gen handelt sondern , solange ähnliche Ansichten vorhanden sind, auch manchmal ansätze echter Beziehungen entstehen.

Was ungut werden kann ist, dass die sogenannte Meditation gerade in dieser Gruppe bei denen , die es sehr oft ausüben, nach einiger Zeit zu einer permanenten Selbsthypnose wird, in denen man sich mehr und mehr Dinge einredet, die mit der wahrnehmbaren Realität zwar unvereinbar sind, die aber denoch in das Unbewusstsein tief eindringen und später nicht mehr als irrational erkannt werden. Manche der älteren Damen in der Gruppe wirken deshalb ein wenig überdreht, aber durchaus nett. Auf mich selbst wirkte das alles etwas künstlich und heuchlerisch, auf sehr naive Menschen gemünzt.

Besondiders bei Menschen, die sehr schnell auf gesprochene Hypnoseformeln ansprechen, dürfte eine starke Beeinflussung zu erwarten sein. Es gibt Leute, die schon nach drei suggestiven Sätzen in eine tranceartige Hypnose fallen können. Dennoch dauert es eine lange Zeit, bis starke Persönlichkeitsveränderungen oder längere Abhängigkeiten zu erwarten sind. Denn auch in klassischer Hypnose werden der eigene Wille und persönliche Grundwerte nie ganz ausgeschaltet.

Beziehungen zwischen Mann und Frau werden in dieser Gemeinschaft verteufelt. Männer im Allgemeinen werden meist als gewalttätige Wüstlinge dargestellt. Selbst Verheiratete müssen im Zölibat leben, so dass es oft zu Trennungen kommt. Nur Frauen dürfen bei den BKs Führungspositionen einnehmen. Man trifft unter den etwa zwanzig Frauen in der älteren Führungsgruppe und ihren ergebensten jüngeren Anhängerinnen auf relativ eindeutige Hinweise lesbischer Beziehungselemente und auf einen kaum versteckten Männerhass.

Fast verständlich, wenn man an manche Männer heutzutage denkt ... Die obersten Führerinnen sind inzwischen gealterte Frauen aus Pakistan und Nordwestindien, von denen einige früher mystischen Yoga-Kulten und eventuell auch Hexenkulten anhingen, die in der Region sehr verbreitet sind.

Der Gründer der Bewegung war aber ein pakistanischer Juwelier, ein gutaussehender kleiner Mann. Er wurde offensichtlich als Übervater und idealisierter, unnahbarer, makelloser Ersatz-Ehemann betrachtet.

Er wurde nach seinem Ableben von den Brahma Kumaris zu Brahma, dem Schöpfergott, erklärt, was einigen Hindus gewaltige Bauchschmerzen machen dürfte. Er nahm Anfangs nur Frauen als Schülerinnen und Gefährtinnen an, die ihre Ehemänner verlassen hatten. Seine überlebende erste Schülerin wurde nach dem Tod des Meisters zur Göttin der Weisheit erklärt. Seitdem empfängt sie wöchentlich Mitteilungen von ihrem Meister aus dem Jenseits und vom lieben Gott persönlich. Ihre Autorität ist absolut und unantastbar.

Ehebeziehungen oder enge persönliche Beziehungen aller Art sehen die Führerinnen sehr ungern. Das ist aber in einigen katholischen Klöstern auch nicht anders. Nur sind das Dinge, die die Brahma Kumaris anfangs geheimhalten, um Leute anzulocken. Wenn dann jemand erst in entspannender Meditation ist, kann man ihm fast alles sagen

Mit der gleichen Selbstverständlichkeit, mit der die führenden Brahma Kumaris sich selbst in einer Art Größenwahn zu Hindugottheiten erklären und die Realität ausblenden, ernannten sie auch jahrtausende alte Heiligtümer der Jain Religion in Indien und des Christentums zu eigenen Religionsstätten.

All das sind in der Geschichte der Religionen keine ungewöhnlichen Phänomene, auch wenn es hier sehr radikal praktiziert wird:

Persönliche Frustrationen in Beziehungen, Ängste und frühere Demütigungen werden in imaginären Allmachtsfantasien kompensiert.

Die Realität und eine tiefgehende innere Heilung bleiben dabei auf der Strecke. Aber ein emotionales Überleben ist dadurch für diese Frauen meistens vorerst wenigstens möglich. Diejenigen, die intelligenter sind und noch Hoffnung auf normale Beziehungen haben, verlassen die Bewegung meist nach einiger Zeit, um einen Schritt weiter zu kommen. Später ist das aber nur mit massiven Schuldgefühlen möglich. Vor allem wenn tatsächlich jahrelang die empfohlene tägliche verbale Suggestion oder Murli-Sitzung absolviert hat.

Da die meisten anderen Religionen sich durch sexuelle Fortpflanzung vergrößern, wird die Zahl der Brahma Kumaris immer klein bleiben, auch wenn sie in ihrer Werbung gern mit extrem übertriebenen Anhängerzahlen auftrumpfen.

Trotz ihrer Phantasien sind die Führerinnen der Brahma Kumaris aber emotional und materiell wahrscheinlich weitaus abhängiger von ihren Anhängerinnen als diese von ihnen. Denn ohne die materielle und emotionale Zuwendung ihrer Anhängerinnen wären sie einsam und hilflos. Genauso wie Diktatoren ihre jubelnden Anhänger und den täglichen Ego-Kick brauchen, ohne den sie untergehen. .. mehr auf

http://w-w-w.ms/a16j1e#1984973

http://www.relinfo.ch/BKWSU/info.html
Offline
User avatar

ex-l

ex-BK

  • Posts: 10303
  • Joined: 07 Apr 2006

Re: längere und detaillierte Abhandlung über die BKs.

Post12 Mar 2013

One of the answers says there is a book by former members (possibly in German), does anyone know what it is called?

Here is an English translation via Google.

It's the usual story but in German ... a friend has lost another friend to the clutches of the BKs and wants to know what they about and what they can do.

One of the replies call the Brahma Kumaris "very unusual. Actually very similar to Jehovah's Witnesses, an Indian-Pakistani version, only more extreme".

I suggests something I have not thought of before ... "For some young women the desire to be a queen in a heavenly earth is certainly a tempting idea" and they note how some young men become emotionally dependent on BK teachers due to the search for idealized relationships or unconsciously seeking an idealized family.

It points out, "The general standard of education in the group is miserable." and that "The teachers are looking primarily female followers who are in the long run absolutely submissive and emotionally dependent on them and get used for recruiting" and how "Because the number of future queens in paradise is limited to 108 and depends on the number of recruited followers" it is competitive similar to the Mormons and Jehovah's Witnesses again.

It also says that the turn over rate of members is very high and how "relationships between men and women are demonized ... Men in general are usually represented as a violent libertines". Correctly it points out how the BKs like to show off in their advertising with extremely exaggerated numbers.

It is all very well written and accurate. I wonder who wrote it?

Return to Osteuropa

Who is online

Users browsing this forum: No registered users and 3 guests